Posts Tagged ‘ Kunst ’

Moss Invaders

Kimi Spencer und Marko Manriquez machen mit Hilfe von Moospaste, Schablonen und Lasercuttern großartige Öko-Murals. Die einzelnen Flechten sind zusätzlich mit Sensoren versehen, die bei Berührung 8Bit-Sounds abspielen. Vielleicht mach ich das mal, ne Anleitung dafür gibts hier.

Achja, eignet sich sicher hervorragend für Guerilla Gardening!

(via)

Eine Antimaterielanze für die Raumoper brechen

Ich war vorhin mal wieder auf meinem Lieblingskunstblog und habe mir dort anscheinend irgendwie eine akute Bekenntniswut eingefangen. Der Auslöser? Voilà:
Isaac Salazar artwork

Der Künstler der Arbeit mit dem Titel Books of Art heißt Isaac Salazar. Genau. Wie der portugisische Diktator. Und auf den komm ich wiederum auch, weil ich sofort im Geiste ein Ausrufezeichen dahinter gesetzt habe.Von wegen diktatorischem Imperativ oder wie das heißt.

So. Und jetzt zum Bekenntnis. Ich wurde angefixt. Schon vor einiger Zeit. Und auch noch von einem meiner allerbeste Freunde. Fritz (so heißt der Schwerenöter) hat mir damals von Ian Banks Blicke windwärts in die Hand gedrückt, und seitdem verschlinge ich einen Brocken (die Dinger haben grundsätzlich einen Umfang von mindestens 800-900 Seiten, muss man mögen, zugegeben) New Space Opera nach dem anderen. Ian Banks, Vernor Vinge, Alastair Reynolds… Mittlerweile nehme ich mir sogar meinen Stoff nicht mehr nur aus der vertrauenswürdigen Hand von Fritz, sondern fange mir wilde Suchtmittel in einem gewerblichen Buchgehege in der Innenstadt dazu. Der letzte Wildfang? Was finnisches, Hannu Rajaniemi, The Quantum Thief. Und warum? Weil ich den Hals nicht voll kriege. Ich bin – um es mit einem Wort auf den Punkt zu bringen – süchtig. Süchtig!

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Fürchte die Kinder von Berühmtheiten

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft.  Manche Menschen scheinen dieses „klein“ ein wenig anders zu interpretieren, wie es das Pariser Wintertheater des Jahres 2008 zeigte: Die 87- jährige Liliane Bettencourt, 17 Milliarden schwere Erbin des „L’Oreal“ Konzerns, schenkte ihrem Günstling und Fotografen Francois-Maire Banier über einige Jahre verteilt eine Milliarde Euro in Form von Gemälden, Immobilien, Schecks und Lebensversicherungen. Als Gegenleistung schmierte er ihr lediglich Honig um das faltige Mäulchen – da sieht man mal wieder: schleimige Komplimente bringen die Frauen zum Zahlen und Strahlen.  Dagegen sieht die Feuchtigkeitcreme von Madame Bettancourt ganz schön trocken aus. Auf die Frage nach den Millionen, die ihrem Künstlerfreund regelmäßig zuflossen, sagt die Mogulin der Eyeliner, Tuben und Shampoos: „eine wenn schon bedeutende, so doch proportional nicht ins Gewicht fallende Summe“. Liliane Bettencourt reklamiert für sich, ihr Taschengeld nach eigenem Gutdünken auszugeben. Ihr Gigolo Banier hatte alsbald eine Anklage von der Tochter seiner Mäzenin, Francoise, am Hals. Der Vorwurf lautet auf Erschleichung von Wertgegenständen. Die eigene Brut fürchtet um ihre Pfründe. Vielleicht sind ihrer Meinung nach die Geschenke etwas groß geraten. Seien wir ehrlich, Hand aufs Herz, es musste ja so kommen. Weiterlesen

Alle Jahre wieder…

Na, schon entschieden, wie es dieses Jahr mit den beschleiften Paketen unterm Baum gehandhabt wird? Kaufen oder Basteln? Diese Frage wird meist direkt aus den Tiefen des Geldbeutels heraus beantwortet. Ist dieser prall voll, so wird in den meisten Fällen gekauft. Schon allein, weil sich die Börse nicht von allein mit vielen Scheinchen füllt und ein regelmäßiger Gang zur Arbeit im Allgemeinen nicht nur zu einem nicht abreißenden Geldfluss führt, sondern auch Bastelarbeiten aufgrund von Zeitmangel vereitelt.

Zugegeben, besonders besinnlich ist das ja nicht. Aber andererseits – wer von uns hat schon tatsächlich einen echten, tief religiösen Bezug zu Weihnachten? Eben. Also lieber gleich anerkennen, dass es sich in unserer Zeit in erster Linie um ein Konsumfest mit (oft leider zwanghafter) Familienzusammenführung handelt. Also scheint sich das Zünglein an der Waage gen Kaufen zu neigen. Und deswegen möchte ich in den nächsten Wochen einen … naja, sagen wir mal ungewöhlicheren Geschenke-Guide erstellen.
Den Anfang macht heute die sogenannte Lifestyle-Sektion der Gubener Plastinate GmbH. Ja, richtig gelesen. Gunther von Hagens vercheckt nicht nur menschliche Schädel und Knochen an qualifizierte Nutzer (“ …welche die Plastinate zum Zweck der Forschung, Lehre oder der medizinischen, diagnostischen bzw. therapeutischen Berufsausübung verwenden wollen und dies nachweisen können“). Auch Jedermanns können dort Plastinate und Accessoires erwerben. Ein schickes Armband mit 14 original Bullenpenis-Scheiben beispielsweise. Is eigentlich gar nicht wirklich schlimm teuer, knapp 125 Öcken, das geht. Smells like peen spirit, sozusagen. Man kann natürlich auch tiefer in die Tasche greifen, ein als Kunstobjekt deklarierter Bullenpenis-Spazierstock zeigt knappe 2500 Zähler auf der nach oben offenen Euronenskala an. Aber is halt nix für zarte Gemüter. Wohl eher ein Accessoire für Dr. Heiter…

Wer unbedingt etwas Plastiniertes schenken möchte, aber verdammt sicher ist, dass der Beschenkte nur wenig Sinn für derlei UnterDerGürtellinie-keiten hat, kann getrost aufatmen. Es gibt auch Colliers, Armbänder, Ringe und Ohrringe von harmlosen Zitrusfrüchten, Karambolen oder etwa Kakifrüchten. Auch hübsch. Aber halt schon verdammt harmlos.

[via Plasinate-Guben, Foto oben via walyou]

Ein Calligraffito und ein Photograffito


Der Herr mit der unglaublich sicheren Hand ist ein Italiener mit dem ebenso klangvollen wie (geographisch) irreführenden Namen Luca Barcellona. Ich könnte ihm stundenlang zusehen. Und hier ist noch etwas von ihm, was die Bezeichnung Lichtschrift tatsächlich verdient:

[via booooooom, lucabarcellona]

Stuhl-ABC

Designer Roeland Otten hat 26 Stühle entworfen, die sich das ABC zum Vorbild nehmen. Heißen tun die Dinger ABChairs und waren ursprünglich nur Konzeptentwürfe, mittlerweile sucht Mister Otten aber Sponsoren für eine größere Auflage. Prototypen gibts auch auf Anfrage zu kaufen! Würd ich mir auch leisten, nur welche Buchstaben… (via df)

KaBoom!

Spitzen Video von PES!