Posts Tagged ‘ Experiment ’

Mond am Knoten – und ich säe doch!

Haha, erst mal vielen Dank für die netten Kommentare; und auch für die Hinweise auf Leute, die nach jahrzehntelangem Mondgärtnern keinen Unterschied feststellen konnten. Hat mich doch glatt zu einem neuen Versuch angeregt. Heute – sagt der strenge Kalender – ist der Mond am Knoten, genau um 21 Uhr. Wenn man also wieder die angegebenen 12 Stunden zurück rechnet, dann wäre quasi VOR 9:00 Uhr noch kein ungünstiger Einfluss auf Saat und Pflanzung gegeben gewesen. Ich hab so um 14:00 Uhr rum gewerkelt, also voll unter schlechtem Einfluss… 😉

Der 13. März, ein Fruchttag (ab 7:55 Uhr in der Früh), Mond im Schützen und wie gesagt am Knoten. Gesät habe ich heute meine gelbe, wilde Tomate, Kapuzinererbsen, Paprika, Kürbis und Auberginen. Alle durften mit hoch auf die warme Fensterbank. Weiterlesen

Ein trüber, milder Tag – genau das richtige für Gartenarbeit

Heute hat sich mein Gartenprojekt zum ersten Mal dem Begriff „Experiment“ stark angenähert; jedenfalls soweit ich das beurteilen kann. Gestern war der Mond in Erdnähe – ganz scheiße für Aussaat und Pflanzung, sagt zumindest der EINE Mondkalender. Der ANDERE zeigt sich davon völlig unbeeindruckt und empfahl munter die Aussaat von Blühpflanzen für den Samstag, 10. März. Und dieser Widerspruch illustriert sehr schön meine anfängliche Verwirrung, als ich feststellte, dass Mondkalender noch lange nicht Mondkalender ist. Die widersprechen sich teilweise, rechnen anders oder werten die Bedingungen anders.

Der – nach meinem Gefühl – genauere Kalender erklärt mir außerdem, dass Erdnähe (ebenso wie Erdferne, nur ist die angeblich nicht ganz so beschissen) zwölf Stunden lang noch nachwirkt. Vermutlich steht deshalb in eben jenem Kalender Weiterlesen

Es grünt so grün – wenn meine Samen sprießen! Olé, olé!

So, nachdem ich die Fruchttage (5. und 6. März) ungenutzt verstreichen ließ (ging nicht anders), habe ich den heutigen Tag dank Kabel Deutschlands Internet- (und TV- und Festnetz-) Ausfall (hätte ich für die Arbeit gebraucht) ab mittags für die Aussaat von Wurzelgemüse genutzt. Zwei Sorten Karotten, Pastinaken und meine lustig-bunten Randen habe ich vorgesät. Für die langen gelben Doubs-Rüben habe ich die schmalen Pappröhren genommen, die ich aus alten Geschenkpapier-Trägerrollen geschnitten habe, die Guerande Kreiselmöhre hat die kurzen mit größerem Durchmesser (halbe Klorollen) bekommen. Erde-Klorollen auf Eierkarton funzt übrigens auch ganz gut.

Die Freude über das erste zarte Grün von drei Ringelblumen und fünf Borretschpflanzen war übrigens leicht getrübt durch eine leichte reinweiße Schimmelschicht, die sich teilweise außen an den Klorollen gebildet hatte. Weiterlesen

Beginnt jetzt dann die Eiszeit? Oder endet sie?

aus dem Müll gerettet

Mein Mondkalender hat heute verkündet: 16:09 Uhr Beginn der Pflanzzeit! Seit dieser Uhrzeit steht der Mond im Krebs, ein Blatttag, ergo geeignet, um Blattgemüse und Kohle zu säen. Aber ausdrücklich nicht Brokkoliarten und Blumenkohle, denn da wird ja in erster Linie die Blüte geerntet. Hier also die Fortsetzung meines Gartenexperiments.

Das Foto oben ist übrigens ein genialer Fund, den ich in einer gelben Tonne gemacht habe. Genial deswegen, weil ich somit nicht mehr extra kennzeichnen muss, ob es ein Blatt-, Blüten-, Wurzel- oder Fruchttag war, sondern das mit der Farbe des Steckerchens bestimmen kann. Gelb steht für Blüte, Rot für Frucht, Grün für Blatt Weiterlesen

My Prrreciousssssssss!!!!!

Endlich! Gestern angekommen. Ha. Nehmt das, Monsanto und wie ihr anderen auch alle heißen mögt, hier sind meine bestellten Samen für mein Selbstversorgungs-Experiment. YESSS!

Was?

Soll ich?

Ja? Echt?                              Wirklich?

Also gut, wenn ihr unbedingt wollt, hier ist die Liste:

  • Karotten „Longue Jaune Du Doubs“ [es heißt ja schließlich GELBE Rüben (eigentlich hierzulande Riable), deshalb ne alte gelbe Sorte aus der Region Doubs; muss man angeblich ein wenig aufpassen mit frischem organischen Dünger, wegen der Rübenfliege. Mal sehen.
  • Randen „Golden“ [Randen sind sowas wie Rote Bete, diese hier sind mit leuchtend oranger Schale und hellem, gelbem Fleisch. Sehen hübsch aus. Zudem eine „einfache und dankbare Kultur“ – die noch dazu ohne Düngung auskommt; was will ich mehr?
  • Kopfsalat „Butterling“ [da steht in der Beschreibung nich etwa Kopfsalat, sondern „Buttersalat“… Buttersalat!!! Ich geh auf die Knie.
  • Auberginen „Rouge Du Turquie“ [leuchtend orangerote Auberginen, Weiterlesen

Komm in den Garten…

tinitussis Garten 12.2.2012

Mein Garten. Er ist klein,mitten in der Stadt, nahezu uneinsehbar, hat vorneweg eine gar nicht so kleine Terrasse, und liegt direkt neben einem Schulsportplatz (daher der hohe Ballfangzaun). Für echte Selbstversorgung ist er – da mach ich mir nichts vor, obwohl ich davon noch nicht wirklich viel Ahnung habe – viel zu knapp bemessen. Trotzdem habe ich beschlossen, mal zu schaun, wie weit ich mit meiner relativ kleinen Fläche in Bezug auf Selbstversorgung komme.

Tomaten gab’s schon vergangenes Jahr, und auch Kräuter sowie Kapuzinerkresse habe ich in dem Beet gepflanzt, das ich der kleinen Gartenfläche im vergangenen Frühjahr mühevoll abgerungen habe. Doch in diesem Jahr  muss mehr her. Mindestens mal all die Sachen, die man ständig kauft, wie Karotten, Kartoffeln, Salat, Sellerie und dergleichen. Und dann natürlich auch ein paar Schönheiten unter den Gemüsen, wie etwa Cima di Rapa in violett oder auch Agretti, das bizarre italienische Salzkraut, habe ich als Bio-Saatgut bestellt.

Apropos Bio-Saatgut, ich habe bei der Recherche festgestellt – gesucht habe ich übrigens in erster Linie Weiterlesen