Archive for the ‘ Music ’ Category

.execute – affinity bridge

Ihr habt danach gefragt: Die erste (Demo-) Veröffentlichung von meiner/unserer neuen/aktuellen Band “.execute” ist online: affinity bridge. Dafür, dass die Aufnahme ziemlich lo-fi war und die Band erst anderthalb Jahre existiert, sind wir drei ziemlich glücklich mit dem (Zwischen-) Ergebnis. Anhören könnt ihr die 6 Tracks auf Bandcamp, weitere Infos und Pics vom ersten Konzert auf dem .execute Blog.

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Kurze Durchsage vom Reiseleiter

Meine Damen und Herren, wie sie ihren Reiseunterlagen entnehmen können, ist auf unserer Fahrt mit .execute in die Gravitationssenke Anschnallen nicht notwendig; Festhalten sogar definitiv verboten. Die drei Wellenreiter der Zeit sinken fünf Tiefen hinunter zum Schallereignishorizont. Das ist das Ziel unserer Reise. Nur zu, steigen sie aus und übertreten Sie den Horizont – schließlich entdeckt man nicht unbekanntes Terrain, indem man auf bekanntem Grund bleibt.

Von Idealismus, Kultur und der Schwierigkeit, genau zu kommunizieren

Kulturgate Augsburg
Augsburg hatte sein kleines „Kulturgate“. Bemerkt? Vermutlich nicht, denn wirklich viel ist davon nicht an eine breitere Öffentlichkeit gelangt. Und das ist auch gut so. Denn bereits in zwei Wochen oder auch in dreien, werden hoffentlich alle herzlich lachen darüber, wie die Gemüter übergeschäumt sind, der Ton schärfer wurde und plötzlich alles irgendwie persönlich war. Alle, bis auf einen. Der sollte in sich gehen und sein Verhalten nochmal überdenken. Auch ohne Namensnennung wird derjenige wissen, dass er gemeint ist. Doch zurück zum Anfang.

Am Anfang stand die Kultur. „Wir wollen eine Kulturveranstaltung machen, wir machen es selber.“ Das war der Tenor zu Beginn. Es wurden Augsburger Künstler akquiriert, die für die Bestückung der Ausstellungsräume oder auch für die Visuals während der musikalischen Darbietungen sorgen sollten. Und bereits hier tauchte offenbar das erste Problem auf, denn aus dem „Wir selber“ war mittlerweile ein “Wir – mit Unterstützung der SPD“ geworden. Eventuell war dieser Übergang für die Veranstalter so logisch vollzogen worden (vermutlich stellte man fest, dass man eine derartige Veranstaltung schlicht finanziell nicht selbst stemmen kann und bekam ein diesbezügliches Angebot aus der Ortsgruppe Ulrich der Augsburger SPD), dass einfach vergessen wurde, den Künstlern dieses Detail mitzuteilen.

Das wiederum führte dazu, dass die Künstler, die von dieser Tatsache erst durch den Flyer vor der Nase unterrichtet wurden, verärgert waren. Zurecht. Es ist ein Unterschied, ob man seine Kunst in den Dienst der Kultur oder in den Dienst der Partei-gesponserten Kultur stellt. Diese Tatsache wurde wiederum von Veranstalterseite geleugnet, es sei eben KEINE Parteiveranstaltung der SPD, die SPD zahle lediglich die Miete. Weiterlesen

Knüppel aus dem Sack!

Hier bitte: knapp 75 Minuten der legendären Hardcore-Rap Combo rund um Ice-T, live in LA. Stinkt mir schon, das ich die damals nie gesehen hab….

[via]

Melvins Lite sind da!

Ich bin ja ein großer Melvins Fan und gestern erschien das achtzehnte!!! Studioalbum der Altmeister. Lite deswegen:  Buzz Osborne (Vocals), Dale Crover (Drums) und Trevor Dunn (Bass) und nicht wie üblich  Buzz Osborne (Vocals), Dale Crover (Drums), Jared Warren (Bass/Vocales) und Coady Willis (Drums). Seit heute kann man das ganze Album hier für eine limitierte Zeit streamen und sich einen Eindruck verschaffen. Ich find´s super, ruhiger, aber super!

Freak Puke“ Tracklist:

01. Mr. Rip Off 05:54
02. Inner Ear Rupture 01:58
03. Baby, Won’t You Weird Me Out 03:52
04. Worm Farm Walt 03:57
05. A Growing Disgust 04:30
06. Leon vs. The Revolution 02:49
07. Holy Barbarians 02:33
08. Freak Puke 02:48
09. Let Me Roll It 04:32
10. Tommy Goes Berserk 09:40

Wieviel Boycott macht Sinn?

ehemaliges Rotebeeterisotto mit Pesto

Bei meinem allmorgendlichen Kaffee-Parcours durch die online-Nachrichten streife ich auch ab und zu die örtliche Tagespublikation. So auch heute. Ich erfuhr unter anderem, dass für den 1. März 2012 zu einem Tankboycott aufgrund der hohen Benzinpreise aufgerufen wird. Meine ersten Gedanken: Was für ein Blödsinn, dann tanken halt am 2. März doppelt so viele – außerdem trifft es doch eh nicht die, die man eigentlich treffen will, sondern die Tankstellenpächter, die ja bekanntermaßen kämpfen müssen und via Getränke, Tabak und Convenience-Food (und auch: schlechte Löhne für ihre Angestellten) ihr Auskommen gerade mal so sichern.

Und da kam mir ein anderer Boycott in den Sinn, über den mich Freund Fritz in seinem Blog informiert hatte, der schwarze März 2012,  der auf einen Monat Konsumverweigerung in puncto Medien (physisch und digital) setzt, um eine deutlich sichtbare Delle in der Umsatzkurve zu generieren.

Ist es da nicht das gleiche Spiel? Sind da nicht auch die Falschen die Leidtragenden? Kleine Kioskbesitzer beispielsweise, kleine Programmkinos, Miniverlage, Bands… Vielleicht sollte man eher überlegen, wirklich nur konkret die großen Medienkonzerne von der persönlichen Ausgabenliste zu streichen. Setzt natürlich voraus, dass man sich informiert. Einfacher ist da sicherlich – wenn man schon am März-Boycott teilnehmen will – einfach gar nichts zu kaufen und hinterher wie gehabt weiter zu machen. Aber macht das Sinn?

Ich meine nein. Ich befürchte sowieso, dass die Delle nicht mal besonders groß ausfallen wird; Ich glaube, dass nur eine dauerhafte Verhaltensänderung, was Konsum generell angeht, überhaupt etwas bewirken kann. Wenig Fleischverzehr, dafür aber besseres Fleisch kaufen (wenn man nicht drauf verzichten will oder kann), kein Gemüse aus Ländern, die nachweislich die Richtlinien und Beschränkungen für den Einsatz von Giften mit Füßen treten, Konsumverweigerung auf einer größeren Ebene, hinter der die Frage steht: Brauche ich das wirklich, oder schmeiße ich es Übermorgen wieder weg?

Oder eben man beschließt für sich, dass die Leute, deren Unternehmen und Betriebe bei so einem Boycott eventuell drauf gehen, dann halt eben Pech gehabt haben. Falsches Betätigungsfeld gesucht, mit den falschen Branchen in Verhandlung, tja.

Aber halt, ich hab hier noch einen interessanten Vorschlag gefunden: Bunter März statt Schwarzer März. Carsten Dobschat schlägt folgendes vor:

Warum also nicht statt dem „Schwarzen März“ einen „Bunten März der Neuentdeckungen“ veranstalten? Statt zu boykottieren einfach mal neues entdecken! Schaut Euch mal abseits der Kaufempfehlungen bei Amazon und iTunes um, schaut  Euch doch mal bei Jamendo nach freier Musik um! Schaut mal abseits der bekannten Pfade nach neuen Büchern, neuer Musik… guckt mal, was so an Konzerten in kleinen Läden bei Euch in der Nähe stattfindet und geht einfach mal auf gut Glück auf ein Konzert! Sucht bei Google mal nach Bands aus Euerer Umgebung, wer weiss wie viele grandiose Musiker sich praktisch direkt vor Eurer Haustür den Arsch abspielen, ohne dass Ihr davon etwas mitbekommen habt? Wann wart Ihr das letzte Mal bei einem Konzert einer Band, die Ihr vorher nicht kanntet? Klar, man kann dabei echt daneben liegen, aber es kann auch mal ein echter Volltreffer dabei sein.

Seine Idee geht noch weiter (das Lesen des gesamten Blogeintrags lohnt sich) und ich finde den Vorschlag ausgezeichnet. Und das beste ist, er lässt sich nicht nur mühelos mit einem Medienboycott der Unterhaltungsriesen verbinden, man kann diese Vorgehensweise auch auf längere Zeit ausdehnen.

Und im Bezug auf den Tankboycott, was wäre denn da eine gute Alternative? Überprüfen, ob man nicht auch ohne Auto klarkommt, logo, das schon mal auf jeden Fall. Weitere Vorschläge? Was haltet ihr überhaupt von den beiden Boycotts, können ja auch zwei verschiedene Meinungen dazu sein.

Altes Konzept, immer noch scheißcool

Ich würde vorschlagen, man suche sich jemanden, der so ne Grammophonnadel rückwärtslauffähig zurecht schleifen kann. Und dann: stromlos scratchen in the lowestFi possible! Alles andere hält ja kein Handgelenk aus…

Na, wie wär’s, Bloody?

Der Plattenspieler wurde übrigens entworfen und gebaut von Livia Ritthaler. Big up!