The Raid – Martial Arts at its best … aus Indonesien!

Wer hätte das gedacht, dass einer der besten Actionfilme der vergangenen Jahre ausgerechnet aus (Achtung) Indonesien kommt. „The Raid – Redemption“, geschrieben vom Waliser Gareth Huw Evans, der auch Regie geführt hat, wurde gestern auf unserem heimischen Sofa fast schon frenetisch beklatscht als die längst überfällige Renaissance des asiatischen Kampffilmgenres. [Trailer] Und  Kampf ist genau das, worum es vorrangig geht. Die Story… ist zugegebenermaßen recht einfach gestrickt. Macht aber gar nichts, der Streifen hat herausragende andere Qualitäten.

Wir befinden uns in den Slums von Jakarta, eine Gruppe waffenstarrender Polizisten bahnt sich ihren Weg in ein 15-geschossiges Appartement-Hochhaus. Der Grund dafür: Im 15. Stock sitzt ein gefürchteter Drogenbaron, den es der Justiz zu überantworten gilt. Das ist natürlich nicht so leicht, zumal die Bewohner des Hochhauses ebenfalls ausgezeichnet mit Waffen aller Art ausgestattet sind und zudem keinerlei Lust verspüren, sich aus dem Weg räumen zu lassen. Schnell wird die Lage für das SWAT-Team ziemlich prekär, es entspinnt sich eine Art ultrablutiger Indoor-Kriegsfilm.

Die Kampfszenen sind unglaublich gut. Keine Schnörkel, kein ästhetisches Rumgetue seitens der Kämpfer. Eben echter Kampf, so wie er halt aussieht (und das ist nicht schön). Für die Ästhetik der Bilder sorgen dagegen die hervorragende Kamera und ein Schnitt, der preisverdächtig ist. Insgesamt glänzt der Film durch die Auffallende Absenz von großartiger Effekthascherei. Die Soundeffekte sind toll, keine Frage, aber eben nicht übertrieben. Visuelle Effekte sind selten, dann aber wirklich beeindruckend. Und die ständige Gegenüberstellung von Schusswaffen und Klingen – ein Fest.

Fazit: unbedingte Empfehlung. Keine Mätzchen, keine lange Wartezeit bis es losgeht; genau so muss es sein. Einziger Malus: Könnte sein, dass einen hinterher nur noch Evans Actionfilme begeistern werden, weil alles andere als langweiliger Aufguss abstinkt. Der Titel von Evans nächstem Projekt: Berandal. I’m desperately waiting…

Noch eine Empfehlung: Wir haben uns – als Vorfilm sozusagen – die Claycatsversion (Lee Hardcastle) von The Raid reingezogen. Ob ihr den jetzt vorher, hinterher oder an einem anderen Tag anschaut, is mir egal. Aber tut es bitte. 

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