Was ist eigentlich mit der taz los? – Die Fortsetzung

Es ist nicht zu glauben. Was zum Teufel machen DIE DA???? Unter dem schmalztriefenden Titel „Eine, die alle lieben“ bringt die taz jetzt eine vermeintliche „Homestory“ über Marina Weisband, Geschäftsführerin der Piraten.

Vermeintlich, weil … ich glaub das alles nicht. Ganz ehrlich, ich hab mir schon beim Anlesen gedacht, die schreibt das doch mit unguten Hintergedanken so. Das Ding – Interview oder gar Portrait kann man das beim besten Willen nicht nennen – is glaub ich richtig fies gemeint. Und als ich dann die Kommentare darauf gelesen habe, da fühlte ich mich leider ziemlich bestätigt in meiner Vermutung, dass genau diese Reaktionen beabsichtigt waren. Da wird von manchen Kommentatoren ein Schluss gezogen, den man verkürzt mit sinnentleerter Artikel => sinnlose (Piraten-)Partei umschreiben könnte.

Und dann les ich auch bei fefe (<3) über hochnotpeinliches Anhimmeln und eine noch üblere Kategorie als Homestory, die man da hingekackt habe. Nur zieht er wiederum einen ganz anderen Schluss:

Mich schauert ja bei der offensichtlichen Schlussfolgerung des Ganzen, nämlich dass die Redakteurin nicht so völlig unfähig ist wie es jetzt aussieht, sondern sich da mit der Afelia [Anm.: Weisbands Twitter-Nick] hingesetzt hat und sich stundenlang unterhalten hat, und dann am Ende einfach nichts inhaltliches aus ihr herausgekriegt hat, das sie hätte hinschreiben können, und deshalb diesen oberpeinlichen „Frau am Sonntag“-„Journalismus“ abgeliefert hat.

Daran hatte ich noch gar nicht gedacht. Hmm. Kann natürlich auch sein. Aber ich kann mir eben das Gegenteil auch sehr gut vorstellen: Die quatschen da stundenlang, interviewtechnisch, und die Autorin schreibt das halt trotzdem einfach nicht hin. Sondern nur dieses Blabla. Sie schreibt ja auch:

Marina Weisband ist ein Exot im Metier der Zweckmäßigkeit. Die Geschäftsführerin der Piratenpartei empfängt nicht als Politikerin. Sie führt als schillernde Lady in ihr geheimes Reich. Jede ihrer dramatischen Gesten, jedes Detail in ihrer aufgeräumten Münsteraner Wohnung stimmt.

Nicht als Politikerin also. Man addiere noch „Prinzessin Lillifee“, „Revolutionsfrisur“, „Punk“ und “ rosa Zuckerstreuseln“ dazu, fertig ist das oberflächliche Mädchen. Wenn es wirklich so gewesen wäre, wie fefe vermutet, dann traue ich der taz durchaus zu, dann auch zu schreiben, dass nichts inhaltlich relevantes aus ihr rauszukriegen war. Gerade WEIL es die Piraten sind.

Tja.

Mein Eindruck. Andere Meinungen dazu sind herzlich willkommen.

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