Sag mir, wo der politische Diskurs geblieben ist

Tut gut, wenn man feststellt, dass man nicht allein dasteht mit seinen Befürchtungen und dem Gefühl, dass gerade ein ganz entscheidender, einschneidender Wandel passiert. Und der scheint mir nicht zum Guten zu führen.

Uneingeschränkt empfehlenswert: Alternativlos 20; Gast: Frank Schirrmacher (FAZ-Mitherausgeber); Thema: Der polistische Diskurs im Wandel der Zeit. Diese Netzbeschallung is über zwo Stunden lang, sehr gut zu hören, und dürfte alle interessieren, die zumindest ein Grundinteresse an Politik und Bürgerrechten haben. Piraten. Leute, die nicht mehr so sehr auf „rechts“ und „links“ schauen, sondern auf Inhalte. Occupy-Demonstranten. „Die Linke“-Anhänger. Alle, die sich über diese öffentlich recht seltsam geführte Debatte (falls man das überhaupt so nennen kann) zum Bundestrojaner wundern. Oder gar aufregen, so wie ich. Und und und. Wünsche viel Vergnügen.

  1. I❤ Dennis. Kann ich voll so unterschreiben. das wär der witz geworden in den haag. Das Problem sind tatsächlich die Medien. aber das ist eigtl kein Problem, denn JEDER HAT INTERNET.

    • Dennis
    • 23. Oktober 2011

    Größte Enttäuschung diese Woche: Kopfschuss für Gaddafi. Ich persönlich hätte eine ordentliche muslimische Steinigung mit Liveübertragung im TV bevorzugt.
    Nein, Spass beiseite, Gaddafi vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag hätte sicherlich für einigen Input und frischen Wind im politischen Diskurs gesorgt. Dass einer der verurteilten Lockerbie Attentäter/Massenmörder von Tony Blair für ein paar günstige BP Bohrlöcher verschachert wurde ist ja kein Geheimnis, aber Gaddafi hätte bestimmt noch das eine oder andere schmutzige Detail über die Verstrickungen globaler Konzerne und der europäischen Führungsriege parat gehabt.
    Daher ist es für mich BEINAHE bedauernswert, dass das jetzt so apprupt enden musste mit der Fashion-Ikone aller Beduinen-Krieger.
    Eine ordentliche Verhandlung hätte wohl den einen oder anderen amtierenden oder ehemaligen Politiker aus Europa ernsthaft in Bedrängnis gebracht. Durch den ganzen Trubel um die bösen Banken geraten Rüstungs- und Ölkonzerne inzwischen völlig aus dem Blickwinkel der Medien und können daher weiter ungestört ihre Interessen durchsetzen. Das ist mein Hauptproblem mit dem politischen Diskurs dieser Tage, man konzentriert sich viel zu stark auf die Banken und die Eurorettung.

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