Recover TV: Cover my Song

So. Endlich is der Augenkrebs von Sickfile weg. Hat mich so fertig gemacht, dass der eigene Blog nicht mehr als Startseite taugte… tststs.

Anyways, neue Beiträge tun not (an alle Mitschreiber hier nochmal in kursiv und versal: NEUE BEITRÄGE TUN NOT). Et voilà, hier ein Wiederanfang. Und was für einer. Ich sehe jetzt schon manche von euch (falls sich noch nicht alle hier verabschiedet haben) die Hände überm Kopf zusammenschlagen, aber egal.

Ich möchte eine Lanze brechen für einen Lichtblick im deutschen Programmschlamm. Cover my Song heißt das Ding. Ich finds richtig gut. Ehrlich. Keine Ironie. Und ich erklär euch auch warum, aber zuerst ein Abriss, wie das Format funktioniert.

Nachwuchsrapper trifft Schlagerlegende, das Grausen ist auf der Nachwuchsseite meist groß, die Altgedienten dagegen sind etwas aufgeschlossener, wenn auch nicht unbedingt hellauf begeistert. Die Aufgabe für die Jungen: Erstelle eine Coverversion des größten Hits des Schagerstars. Im Gegenzug darf der in die Jahre gekommene Schlagerstar einen Track des jungen Gegenübers covern.

Ich muss gestehen, ich habe „Cover“ immer als rein musikalische Neuinterpretation gesehen, nicht als Remake mit mitunter stark verändertem und/oder erweitertem Text, das hier in diesem Format auch zulässig (sogar erwünscht) ist. Soweit zum Formalen.

Ein Lichtblick ist diese Sendung für mich aus mehreren Gründen. Erstens ist es wahnsinnig erfreulich, endlich mal wieder ein unterhaltendes Format zu sehen, das eben nicht auf Bloßstellung der Teilnehmenden beruht. Keine stumpfenen [sic!] Assis, besserwissenden Schwuchteln, wahrnehmungsverschobenen Hartzis oder völlig verblödete Promis, wie wir sie aus Sendungen wie Frauentausch, Alm, Big Brother oder etwa Dschungel kennen. Puh. Schon mal was richtig gemacht.

Zweitens habe zumindest ich nicht das Gefühl, mal wieder ein Format vorgesetzt zu bekommen, das ein halbherziges Vor- oder auch Nachruhestandsmodell für die Teilnehmer darstellt; i. e. die Sendezeit wird nicht totgeschlagen. Und drittens glaube ich, dass dieses Experiment für beide Seiten (Nachwuchsrapper und Schlagerstar) befruchtend wirken kann. Nein, nicht missverstehen. Die Lanze wird nicht für den Schlager gebrochen. Ich bin kein Schlagerfan. Aber wenn man sein musikalisches Herz ein wenig öffnet, dann muss man zumindest manchen Schlagern durchaus interessante Harmonien zugestehen. Schlager sind Pop. Ist Pop. Irgendwie. Beziehungsweise können auch Pop sein. Auch was anderes (Volksmutantentum etc), zugegeben, aber mit Pop hab ich durchaus was zu tun. Auch das ein Geständnis. Wenn auch eines, das mir null weh tut.

Aber ich schweife ab. Wo war ich? Ach ja. Die letzte Folge hats gezeigt: Beide (in dem Fall Michael Holm und Miss Kitty Kat) hatten Vorurteile. Mal mehr, mal weniger. Mal die Musik, mal das Auftreten betreffend. Und dennoch. Ganz bestimmt spielt es eine große Rolle, den anderen Musiker persönlich kennenzulernen. Und wenn man sich dann auch noch unverhofft sympatisch ist, dann macht man auf. Klar, oder?

Jeder von den Beiden nimmt was mit. Oder kann was mitnehmen, wenn er oder sie will. Und ich glaube, das tun sie auch. Und das kann einen guten Einfluss nehmen. Auf jeden. Das Formalt dürfte ja auch nicht nur für junge Menschen interessant sein. Sondern auch für Schlagerfans. ….. Ha! …… Habt ihrs gemerkt? Das is jetzt MEIN Vorurteil gewesen, dass da ebenso schleichend wie ungebremst in die Tasten floss. Die Jungen sind im Vorurteil die Nachwuchsrapper Fans und die Schlagerfans sind nicht mehr jung. Omeiomei. Aber macht ja nix. Vorurteile hat man. Punkt. Wichtig is nur, sie zu erkennen und gegebenenfalls revidieren zu können. Und da bin ich wieder beim Format. Nochmal letzte Folge. Die Kitty Kat zählt ja jetzt anscheinend nicht unbedingt zu denen, die man als wahnsinnig begabte Texterin handelt. Hab ich per Internetrecherche rausgefunden, denn ich gestehe (heut Abend Geständniswahn, ich seh schon), ich kannte sie vorher nich wirklich. Ganz anders Holm. Tränen lügen nicht. Mendocino. Wie gesagt, bin kein Schlagerfan. Aber Mendocino kennt man. Ich auf jeden Fall. Und ich finds gar nicht so schlecht. Ohrwurm halt. Aber nich soooo übel. Und was die Kitty da draus gemacht hat, ich muss sagen, das klang in meinem Ohr… (ich bin quasi mono) … ziemlich prima. Ich fand übrigens auch das, was der Holm da aus Kittys Kriegerin gemacht hat, nicht schlecht. Ganz ok sogar. Für Schlager.      Hehe.

Ich freu mich aufs nächste mal. Ingrid Peters. Und die sagt in der Vorschau: „Ich hab voll Schiss!“ Das mag ich. Hi.

Aaah noch was. Jetzt, wo ich das Bild seh (gepostet seh, ich hab grade gepostet….. lol, und geprostet hab ich auch schon….) … der Moderator. Auch da hatte ich Vorurteile. Aaaaber. Der macht das ganz ok. Hält auch mal die Klappe und drängelt sich nicht vor. Das (DAS) macht einen guten Moderator aus. Vor allem will er nicht unbedingt witzig sein. Danke!

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