Eine Antimaterielanze für die Raumoper brechen
Ich war vorhin mal wieder auf meinem Lieblingskunstblog und habe mir dort anscheinend irgendwie eine akute Bekenntniswut eingefangen. Der Auslöser? Voilà:

Der Künstler der Arbeit mit dem Titel Books of Art heißt Isaac Salazar. Genau. Wie der portugisische Diktator. Und auf den komm ich wiederum auch, weil ich sofort im Geiste ein Ausrufezeichen dahinter gesetzt habe.Von wegen diktatorischem Imperativ oder wie das heißt.
So. Und jetzt zum Bekenntnis. Ich wurde angefixt. Schon vor einiger Zeit. Und auch noch von einem meiner allerbeste Freunde. Fritz (so heißt der Schwerenöter) hat mir damals von Ian Banks Blicke windwärts in die Hand gedrückt, und seitdem verschlinge ich einen Brocken (die Dinger haben grundsätzlich einen Umfang von mindestens 800-900 Seiten, muss man mögen, zugegeben) New Space Opera nach dem anderen. Ian Banks, Vernor Vinge, Alastair Reynolds… Mittlerweile nehme ich mir sogar meinen Stoff nicht mehr nur aus der vertrauenswürdigen Hand von Fritz, sondern fange mir wilde Suchtmittel in einem gewerblichen Buchgehege in der Innenstadt dazu. Der letzte Wildfang? Was finnisches, Hannu Rajaniemi, The Quantum Thief. Und warum? Weil ich den Hals nicht voll kriege. Ich bin – um es mit einem Wort auf den Punkt zu bringen – süchtig. Süchtig!